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Der Mini-Nimbus ist ein Hochleistungs-Segelflugzeug der 15-Meter-Klasse/ Rennklasse vom Hersteller Schempp-Hirth in Kirchheim (Teck). Klaus Holighaus führte in dieser Zeit zwei Segelflugzeughersteller: Schempp-Hirth Flugzeugbau und Glasflügel. So konnte er die von ihm entwickelten Tragflächen sowohl für den Mini-Nimbus, wie auch für den Glasflügel 303 Mosquito verwenden. Der Rumpf wurde vom Schempp-Hirth Cirrus übernommen und modifiziert. Der Erstflug war im September 1976, während die Serienproduktion 1977 begann. Der Mini-Nimbus HS-7 (Holighaus/Schempp-7) besteht komplett aus GFK, während beim Mini-Nimbus C teilweise Kohlefaser in den Tragflächen und im Höhenleitwerk verbaut wurde, was ihn leichter machte. Angeboten wurde er mit Pendelleitwerk und später mit gedämpftem Leitwerk.

Mit dem erflogenen Gleitverhältnis von 42:1 bei 105 km/h liegt der Mini-Nimbus etwa gleichauf mit anderen Rennklasse-Flugzeugen seiner Zeit, bzw. etwas hinter der etwas „schnelleren“ ASW-20. Bei geringstmöglicher Zuladung ist sein Gleitverhältnis noch immer 41:1. Das minimale Sinken beträgt 0,57 m/s bei 80 km/h. Die höchstzulässige Geschwindigkeit beträgt 250 km/h; die Manövergeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Des Weiteren ist er für einfachen Kunstflug (Looping, Turn, usw.) zugelassen. Die Flächenbelastung kann (z. B. durch Wasserballast in den Tragflächen) zwischen 31 und 46 kg/m² variiert werden. Der Index des Mini-Nimbus ist 108.

Er besitzt Hinterkanten-Drehklappen (eine Kombination aus Spoilern und abgesenkten Wölbklappen), welche einen steilen Anflug ermöglichen, was bei Außenlandungen hilfreich sein kann. Für normale Anflüge lassen sich die beiden Spoiler auch ohne die Wölbklappen abzusenken ausfahren. Bei abgesenkten Wölbklappen stellen sich diese nach Einfahren der Spoiler automatisch wieder auf die zuvor eingestellte Wölbung. Die Höhenrudertrimmung ist mit den Wölbklappen kombiniert, so muss der Pilot das Flugzeug lediglich ein Mal im Flug über den Trimmhebel trimmen – fortan trimmt sich das Flugzeug automatisch bei einer positiven Wölbung hecklastig und bei einer negativen Wölbung kopflastig. Im Fluge besticht der Mini-Nimbus durch seine hervorragende Wendigkeit und das gute Kreisverhalten in der Thermik. Mit dem Pendelleitwerk und den Hinterkantendrehklappen ist das Flugzeug jedoch gerade in Verbindung mit seiner vergleichsweise geringen Rumpflänge relativ anspruchsvoll, da es äußerst feinfühlig auf Höhenleitwerk-Steuereingaben reagiert. Wie alle Flugzeuge mit ungedämpftem Pendelleitwerk neigt es nicht zur Selbststabilisierung bei einem Loslassen des Steuerknüppels.

Von diesem Flugzeugtyp sind insgesamt 159 Stück entstanden, bis seine Fertigung zugunsten des aus ihm hervorgegangenen Nachfolgemodells Schempp-Hirth Ventus eingestellt wurde.

Quelle: Wikipedia

Spannweite 15 m
Rumpflänge 6,41 m
Flügelfläche 9,86 m^2
Streckung 23
Rüstmasse 235 kg
Nutzlast 115 kg
Gleitzahl 41
Geringstes Sinken 0,57 m/s bei 80 km/h
Maximale Geschwindigkeit 250 km/h