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Der "Pirat" wurde von Ing. Jerzy Śmielkiewicz konstruiert. Die Arbeiten begannen 1964 und durch das Einfliegen von Werkspilot Adam Zientek am 19.05.1966 wurden sie beendet. 1974 wurde die Produktion von Bielsko nach WSK - Świdnik verlagert. 1975 wurde der Pirat unter der Leitung von Ing. Andrzej Pochopien auf die Version SZD-30C modernisiert. Diese Version wurde ab Mitte 1977 in der Serie hergestellt. Das erste Serienexemplar des SZD-30C wurde von dem Werkspiloten Zdzisław Bylok am 10.01.1978 eingeflogen. Insgesamt wurden 813 Exemplare gebaut, davon 64 in der Version SZD-30C.

Der "Pirat" eroberte die Herzen von vielen Piloten auf der ganzen Welt. Es war ein universelles Segelflugzeug, das für eine intensive Benutzung als Trainingssegler bei den Vereinen gut geeignet war. Die Piraten fliegen in 25 Ländern der Welt. In der DDR gehörte er ab den 70er Jahren zur Standardausstattung der Vereine. Es war ein in Holz ausgeführter Hochdecker mit 3-geteilter Tragfläche. Der Rumpf in Schalenbauweise und mit Sperrholz beplankt. 

Unsere beiden Piraten wurden von allen angehenden Piloten sehr gern geflogen, denn mit ihnen wurde z.B. der erste Solo-Überlandflug absolviert, der sicher jedem Segelflieger im Gedächtnis bleibt. Leider mussten sie aufgrund ihres Alters im Sommer 2013 stillgelegt werden. Sie wurden ersetzt durch modernere Kunststoffeinsitzer vom Typ Mistral.

Kennung 1827 und 1894
Spannweite 15 m
Länge 6,86 m
Flügelfläche 13,8 m^2
Streckung 16,3
Rüstmasse 255 kg
Nutzlast 115 kg
Gleitzahl 31 bei 83 km/h
Sinkgeschwindigeit 0,6 m/s bei 73 km/h
Mindestgeschwindigkeit 58 km/h
Maximale Geschwindigkeit 220 km/h
Zulässige Lastvielfache +6,0 / -3,5